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Schecks
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Grundlegendes und kulturelle Unterschiede zu Schecks

Ein Scheck ist eine Zahlungsanweisung, das monetäre Transaktionsrechte beinhaltet, und zwar von einer Person auf eine Andere mittels einer Bank. Diese erfolgt auf Sicht (d. h. bei Vorlage) und ist beim ursprünglichen Scheck in bar auszuzahlen. Diese Form wird in den USA noch häufig praktiziert, dort werden die Löhne sehr oft mittels eines Schecks (Paycheck) ausbezahlt. In Deutschland ist der Barscheck durch den Verrechnungsscheck verdrängt worden, d.h. das Geld wird nicht bar ausgezahlt, sondern auf ein Konto gutgeschrieben. Der Vorteil dieser Handhabe ist die Verfolgbarkeit des Geldes, so dass es nicht in die falschen Hände gelangt, denn ein Scheck ist übertragbar. Das Scheckgesetz geht auf das Scheckrechtabkommen von 1931 zurück, dem die meisten Länder der Welt beigetreten sind, nicht aber die Länder des Commonwealth und die USA.

Schecks - nur formgebunden

Generell regelt das Scheckgesetz alle Angelegenheiten bezüglich Schecks, z. B. die Tage, innerhalb deren sie eingereicht werden müssen (in Deutschland 7 Tage) etc.

Ein Scheck ist nur formgebunden, nicht formulargebunden, d. h. es muss nicht zwangsweise das Formular der Bank benutzt werden, aber es müssen folgende Bestandteile enthalten sein. 1. Das Wort "Scheck". 2. Tag der Ausstellung, Unterschrift des Ausstellers und Ort der Ausstellung. 3. Der Name des Kreditinstituts, von dem das Geld eingezogen werden soll (selbstredend muss der Aussteller dort ein Konto unterhalten) 4. Der auszuzahlende Geldbetrag in Wort und Zahl und 5. die Unbedingte Anweisung der Auszahlung, meist "Zahlen Sie gegen diesen Scheck..." o. ä. WICHTIG: Diese Bestandteile sind zwingend, sind z. B. Ort oder Datum nicht angegeben, ist der Scheck unwirksam. Jedoch darf das Datum abweichen, eine Vor- oder Rückdatierung ist möglich. Und dennoch gilt: Jeder Scheck kann Schuldenfalle sein.

Praktische Bedeutung von Schecks

In Deutschland hat der Scheck durch die Einführung des elektronischen Lastschriftverfahrens und auch durch das bargeldlose Überweisung (des Arbeitsentgeltes) viel von seiner Bedeutung verloren, die er anderswo noch hat, wo die Zuverlässigkeit des elektronischen Interbankengeldtransfers nicht gegeben ist. In den USA schickt man z. B. den Stadtwerken einen Scheck. Große Bedeutung hat der Scheck in Deutschland eigentlich nur noch durch seine Visualisierung z. B. bei Spenden. Und weil im Gegenzug zum Lastschriftverfahren keine Widerrufsmöglichkeit des Ausstellers besteht, auch als Sicherungsvehikel im Zahlungsverkehr. In Zukunft wird die Bedeutung noch abnehmen je weiter das Online-Banking fortschreitet, denn z. B. wenn man auf dem Bildschirm nachweisen kann, dass das Geld bereits angewiesen und abgebucht wurde, und folglich zügig gutgeschrieben ist, entfällt die Sicherungsfunktion.